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„Fast wie 2013“ – Zieht Bitcoin Parallelen zum Rekordlauf von vor acht Jahren?

„Fast wie 2013“ – Zieht Bitcoin Parallelen zum Rekordlauf von vor acht Jahren?

Was Satoshi Nakamoto (Bitcoin’s enigmatic creator) insgesamt zehn Jahre lang mit seinem Geld verbrachte, um einen digitalen Währungsspeicher zu entwickeln, und warum sein Geld inzwischen vermutlich nicht mehr als ein Zehntel bei weitem der Wert ist, den er damals daraus zog, ist ein immer wiederkehrendes Thema, wenn es um die neue Währung geht.

Die erste Kryptowährung der Welt, Bitcoin, hat gerade den genauen 1-Jahres-Jahrestag seit ihrer Einführung im Jahr 2009 erreicht. In dieser Zeit hat sich Bitcoin zu etwas entwickelt, das viele Menschen als sicheren Hafen für die Speicherung von Werten in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen betrachten. Dies ist in gewisser Weise ein Phänomen, das analog zu dem Mantra “Fast wie 2013” ist, das von vielen deutschen Zeitungen und den Politikern des Landes propagiert wurde. Im Jahr 2013 durchlief Deutschland eine tiefe Wirtschaftskrise, und viele Mainstream-Medien waren schnell dabei, das, was heute in Deutschland passiert, als eine Kopie dessen zu bezeichnen, was damals geschah.

Obwohl Bitcoin (BTC) im Mai den wohl schlechtesten Monat seit 10 Jahren hat, ist der Krypto-Experte PlanB weiterhin davon überzeugt, dass die marktführende Kryptowährung schon bald wieder auf ein neues Rekordhoch klettert. In einem Tweet vom heutigen Dienstag wies der Erfinder des viel zitierten Stock-To-Flow (S2F) Prognosemodells dementsprechend darauf hin, dass sich Bitcoin aktuell genau so wie während dem Rekordlauf von 2013 verhält.

Stock-To-Flow weiterhin gültig

Nachdem das BTC/USD-Währungspaar in den letzten Tagen zurück bis auf 30.000 US-Dollar gecrasht ist, befürchten einige Experten und Anleger einen weiteren Absturz bis auf 20.000 US-Dollar oder sogar tiefer. Sollte es tatsächlich so kommen, würde Bitcoin erstmals in seiner mehr als zehnjährigen Geschichte in einem Rekordlauf zurück unter die Bestmarke des vorherigen Rekordlaufs fallen. Während des Hypes von 2017 wurde bei 20.000 US-Dollar der damalige Rekord aufgestellt, der im Zuge des aktuellen Laufs bereits deutlich geknackt wurde. PlanB hält dies allerdings für äußerst unwahrscheinlich, vielmehr sieht er in der momentanen Kursentwicklung keinen Grund zur Panik, da diese nicht außerhalb der Norm liegt, sondern ähnlich wie schon während des Aufwärtstrends von 2013 verläuft. Dies verdeutlicht er anhand seines Stock-To-Flow Cross-Asset (S2FX) Modells, das eine Abwandlung des S2F-Modells ist. In der zugehörigen Grafik sieht er im Jahr 2013 nach einem längeren Aufschwung einen ähnlichen kleinen Knick nach unten wie zurzeit (siehe unten). „Neuer Punkt: Wir schließen den Mai bei 37.341 US-Dollar mit einem Minus von 35 %. Es war immer klar, dass Bitcoin nicht in einer geraden Linie nach oben gehen würde, und mehrere Abschwünge von 35 % sind möglich (und sogar wahrscheinlich) in einem Aufwärtstrend“, wie der Krypto-Experte dahingehend erklärt. Dem fügt er an: „Sieht fast aus wie 2013. S2F(X) hat weiterhin Gültigkeit.“ Bitcoin Stock-To-Flow Cross-Asset Diagramm (Stand 1. Juni 2021). Quelle: PlanB/Twitter „Fast wie 2013“ – Zieht Bitcoin Parallelen zum Rekordlauf von vor acht Jahren?

Neuer Rekord noch möglich?

Das S2FX-Modell teilt die Kursentwicklungen in mehrere Zyklen auf, die mit einem Halving von Bitcoin beginnen (rot) und enden (blau). Für den Halving-Zyklus von 2020 bis 2024 prognostiziert es ein ambitioniertes Kursziel von 288.000 US-Dollar. Trotz des Crashes müsste es demnach also noch bis in diese Höhen gehen. Der jüngste Einbruch hat allerdings auch die Zuverlässigkeit des Modells in Frage gestellt, für die selbst Erfinder PlanB nicht garantieren will. Nichtsdestotrotz ist das Modell noch immer voll auf Kurs, denn der Vergleich mit 2013 könnte durchaus eine Erklärung für das momentane Verhalten liefern. Bitcoin-Monatsdiagramm für 2013 (Bitstamp). Quelle: TradingView „Fast wie 2013“ – Zieht Bitcoin Parallelen zum Rekordlauf von vor acht Jahren? Wie Cointelegraph berichtet hatte, könnte das Kaufverhalten der langfristigen Anleger der Grund für eine „doppelte Deckenbildung“ sein, wie sie sich schon damals gezeigt hatte. Der erfahrene Trader Peter Brandt hält dies für wahrscheinlich, weshalb er zunächst von einem weiteren Absturz ausgeht, ehe ein weiterer Sturmlauf das nächste Rekordhoch bringt. Auch eine solche Entwicklung hat der Marktführer bereits durchgemacht.