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Der treue Partner an Ripples Seite?

Der treue Partner an Ripples Seite?

Der treue Partner an Ripples Seite?

Während ein Partner nach dem anderen Ripple verlässt, hält Santander an der FinTech-Einheit fest. Aber wird das auch so bleiben?

Der Rechtsstreit zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und dem Kryptowährungs-Startup Ripple ist wahrscheinlich die unendliche Geschichte im Kryptowährungsraum im Moment. Fast täglich erscheinen neue Details. Manchmal zum Vorteil von Ripple, aber oft eher zu seinem Nachteil. Zur Erinnerung: Die Securities and Exchange Commission reichte im vergangenen Dezember eine Klage gegen das in San Francisco ansässige Startup ein. Gebühren: Laut den Behörden handelt es sich bei der selbst entwickelten Kryptowährung XRP um ein sogenanntes Security Token und hätte daher vor dem Verkaufsstart bei der Securities and Exchange Commission registriert werden müssen. Da dies nicht geschehen ist, glaubt die SEC, dass Ripple mit nicht registrierten Wertpapieren handelt und fordert eine Geldstrafe von 1,3 Milliarden Dollar. Es legte den Grundstein für das folgende Kryptowährungsdrama, und die Kettenreaktion, die es auslöste, dauerte nicht lange.

Das Ergebnis war die Auflösung von Partnerschaften, die Rückgabe von Investitionen und die letztendliche Entfernung von XRP-Handelspaaren an verschiedenen Kryptowährungsbörsen in den USA. So hat sich beispielsweise der Finanzdienstleister MoneyGram kürzlich von dem kalifornischen FinTech distanziert. Aber bisher ist ein Partner dem Startup treu geblieben: Banco Santander. Die spanische Universalbank ist gemessen an der Marktkapitalisierung eines der größten Finanzinstitute in Europa.

Partnerschaft für Getriebe

Im Juli gab das Unternehmen eine Partnerschaft mit Ripple Labs bekannt, um seine eigene mobile Zahlungs-App One Pay FX zu starten. Dazu setzt Santander auf xCurrent, das Echtzeit-Zahlungsnachrichtensystem von Ripple für die Transaktionsverarbeitung, das Messaging zur Verfeinerung und Verifizierung von Transaktionsdaten nutzt. Damals sagte Ed Metzger, technischer Direktor von Santander, über die Partnerschaft:

Als unsere Kunden darauf hinwiesen, dass internationale Zahlungen verbessert werden könnten, begannen wir mit Ripple zu untersuchen, wie die Blockchain Transaktionen schneller, billiger und transparenter machen könnte.

Ed Metzger, technischer Direktor bei Santander, Juli 2020.

Doch wie sieht die Bank diese Partnerschaft heute? Werden die Unternehmen weiter zusammenarbeiten, auch wenn Ripple dem Untergang geweiht ist? BTC-ECHO bat um eine Antwort. Santander hat den Rechtsstreit oder die möglichen Auswirkungen auf die Zusammenarbeit nicht bewertet, und die Bank schweigt auch über die mögliche Zukunft von Kryptowährungen im Bankensektor. Und das, obwohl das spanische Finanzinstitut von sich behauptet, ein Pionier in der Verbindung von Finanzen und Technologie zu sein.

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Santander hat diese Kapazität

Santander wird wahrscheinlich vorerst bei dieser Partnerschaft bleiben, da die gesamte Infrastruktur von One Pay FX auf dem Ripple-Zahlungssystem basiert. Wenn die Partnerschaft beendet wird, muss die Anwendung daher selbst eine Lösung für die schnelle und zuverlässige Abwicklung von internationalen Zahlungen finden. Dies kann Monate dauern. Unter diesem Gesichtspunkt wäre eine Kündigung also eher kontraproduktiv.

In der Zwischenzeit geht es aber nicht nur um die Frage, ob XRP tatsächlich den US-Wertpapiergesetzen unterliegt. Die SEC ermittelt auch direkt gegen die Gründer Garlinghouse und Larsen. Gebühren: Mögliche Anreicherung von XRP-Verkäufen. Ende März sorgte die Nachricht für großes Aufsehen, als sich herausstellte, dass Mitgründer Jed McCaleb, der selbst nicht angeklagt ist, eine große Menge XRP liquidiert hatte. Es wurden insgesamt 222,7 Millionen XRP verkauft. Dies erscheint im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen gegen die anderen Gründer ein wenig seltsam.

Insgesamt ist der Ausgang des Rechtsstreits entscheidend für Santander. Im Falle eines Freispruchs gibt es logische Konsequenzen. Im Falle einer Verurteilung ist die Situation anders. In diesem Fall dürften die Gebühren für den Fortbestand der Partnerschaft wesentlich sein. Sollte sich herausstellen, dass Ripple gegen Wertpapiergesetze verstoßen hat, ist es unwahrscheinlich, dass dies einen wesentlichen Einfluss auf die Beziehung zu Santander hat. Anders wäre es, wenn einer der Mitbegründer wegen Veruntreuung verurteilt worden wäre. Der daraus resultierende Vertrauensbruch für die ehemals treue XRP-Community könnte einen Shitstorm gegen das Unternehmen auslösen. Santander müsste sich dann überlegen, ob eine weitere Zusammenarbeit für das Markenimage von Vorteil wäre.

Während diese Szenarien natürlich rein spekulativ sind, ist es wahrscheinlich, dass Santander den Prozess genau verfolgen wird. Das Unternehmen schweigt zu diesen Kommentaren. Möglicherweise muss die Bank den Ausgang des Rechtsstreits abwarten, bevor sie sich aktiv mit diesen Fragen befasst.

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